Rheinische Post

Gemalte Ode an Coco Chanel

Alla GrAnde malt Quadratmeter große Bilder. Starke Frauen sind ihre liebsten Motive. Wenn man ihre Arbeiten als dekorativ bezeichnet, versteht die Krefelderin das als Kompliment: "Schmerz und Leid gjbt es genug. Das will ich nicht darstellen."

Demnächst im Kino, jetzt schon mit Lack auf Leinwand gebannt. Alla GrAnde hat den Coco Chanel auf einer zwei Mal zwei Meter großen Arbeit mit passenden Accessoires dargestellt.

Sie wurde als Künstlerin geboren. Das behauptet Alla GrAnde auf ihrer Homepage. "Als ich Kind war, träumte ich davon, die Welt zu verändern. Heute weiß ich wie – mit meiner Kunst", sagt sie. In Odessa studierte sie Kunst und Architektur, in Krefeld arbeitete sie als Innenarchitektin. Und bildete sich seit 2000 weiter in Kunst und experimentierte mit verschiedenem Material in vielerlei Techniken. Sie malt Menschen, die sie faszinieren, will ihnen "eine Ode singen". So entstehen große Porträts nach Fotos, die Schattenpartien farbig getrennt in der Manier von Andy Warhol. Elton John und Michael Jackson, Angela Merkel und Michelle Obama gibt es.

"Ich hab' Visionen"

Einen Quadratmeter misst so ein Bild und kostet 5000 Euro. "Auf der Art Cologne sind die Preise noch ganz anders", rechtfertigt sie ihre Preisgestaltung. Und schließlich will sie zehn Prozent ihrer Erlöse spenden, ihr größtes Ziel ist es eine Stiftung zu gründen, die Straßenkindern hilft. "Ich war sehr viele Jahre schüchtern", sagt sie, "aber Talent alleine genügt nicht, man muss sich auch managen und promoten."

Wenn demnächst der Film über Coco Chanel in die Kinos kommt, hat sie bereits das Porträt fertig, vor zwei Jahren begonnen. Acryl und Lack auf einer zwei mal zwei Meter messenden Leinwand, den großen Kopf umgeben allerlei kleine Darstellungen von Chanel und einige Accessoires, von denen die Künstlerin glaubt, dass sie zu Chanel passen.

"Ich habe Visionen", sagt Alla GrAnde, und daran mag es liegen, dass sie auch ein Porträt von Audrey Tautou parat hat, die die Chanel im Film verkörpert. "Ja, schnell bin ich auch", sagt sie über ihre Arbeit im Wohnzimmeratelier an der Friedrich-Ebert-Straße. "Starke Frauen" bevorzugt sie als Motive, Vivienne Westwood gibt es als Relief. Auch Gorbatschow existiert in dieser Art, genauso wie der Kopf von Karl Lagerfeld, der mit Modellierpaste aufgetragen wurde. Karl "der Große" Lagerfeld – "Ich mag diesen Menschen" – gibt es auch als hohle Vollplastik, in der einige Zutaten wie die Handschuhe des Modeschöpfers stecken. Er trägt eine Krone und Verona Poth als Zacken darin.

Glatt, schön und großäugig sind die Köpfe von fünf Frauen aus dem Alten Testament, darunter Eva und Esther. Deren Geschichte ist als Text auf der Rückseite zu lesen. Wenn man ihre Kunst dekorativ nennt, hört Alla GrAnde das gerne. "Leid und Schmerz gibt es genug, das will ich nicht darstellen", sagt sie.

So schafft sie denn auch Bilder wie den von van Gogh inspirierten plastisch aufgelegten Blütenzweig oder das von einem Pferd geküsste Mädchen. Und ihre Neigung zum Design führt zu einer Vase mit Motiven nach Picasso oder zu einem großen Gefäß, das aus Calla-Blütenstängeln geformt zu sein scheint. "Wir sind Schöpfer unserer Realität", sagt die Künstlerin und lebt endlich ihren Traum.

Quelle: RP

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